Unzureichender Schutz am Arbeitsplatz
Schwule und bisexuelle Männer sind bisher am Arbeitsplatz nur unzureichend geschützt. Ein Coming-Out am Arbeitsplatz kann zu Diskriminierung und Mobbing führen, weswegen sich viele nicht outen. In extremen Fällen liessen gleichgeschlechtliche Paare deswegen ihre Partnerschaft nicht eintragen. Denn der Zivilstand muss dem*der Arbeitgeber*in bekannt gegeben werden, was ein Zwangsouting zur Folge hat.
Weshalb ist es wichtig, sich outen zu können?
- Erwerbstätige Schweizer*innen in einer Vollzeitanstellung verbringen mehr als 8 Stunden am Tag am Arbeitsplatz. Wer so viel Zeit an einem Ort verbringt, sollte sich dort auch wohlfühlen.
- Die eigene Sexualität zu verstecken führt oft zu Stress – und dieser strapaziert die psychische und physische Gesundheit der Arbeitnehmer*innen.
- Es ist nachgewiesen, dass Personen, welche ihre sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz verstecken müssen, bis zu 30% weniger produktiv arbeiten können.
Politik und Arbeitgeber*innen in der Verantwortung
Pink Cross fordert einen umfassenden Schutz von schwulen und bisexuellen Männern am Arbeitsplatz. Die Politik ist gefordert, endlich einen Diskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung gesetzlich zu verankern.
Doch auch Arbeitgeber*innen sind in der Verantwortung. Sie müssen sich aktiv für das Wohl von LGBTIQ-Mitarbeitenden am Arbeitsplatz einsetzen und gegen diskriminierendes Verhalten konsequent vorgehen.